Pattaya — die Geschichte des Ortes

Wir sippen in der Sawasdeeburg bei Pattaya — an einem Ort, der jünger ist als die meisten Schlaraffenreyche. Vor siebzig Jahren lebten hier ein paar Fischerfamilien, vor fünfzig Jahren kamen die ersten Urlauber, und erst 1978 wurde Pattaya eine Stadt mit eigenem Verwaltungsstatut. Wer wissen will, wo er gelandet ist, findet hier die kurze Geschichte dieses Küstenstreifens.

Salzfelder und ein Feldlager von 1767

Der erste datierbare Auftritt der Gegend ist ein militärischer. Im Januar 1767 schlug Phraya Taksin auf dem Weg von Ayutthaya nach Rayong und Chanthaburi zwischen Na Kluea und Bang Lamung sein Lager auf; südlich von Chon Buri traf er auf den späteren Rama I.

Der Name Na Kluea an der nördlichen Landspitze erinnert an das, wovon man hier lebte: Na Kluea heißt Salzfelder. Gewonnen wurde das Salz aus dem Meerwasser der flachen Uferzone.

Eine geschützte Bucht mit ein paar Fischerfamilien

Noch in den 1950er Jahren bestand der Küstenabschnitt zwischen Si Racha und Sattahip aus einer Handvoll Dörfern. In der Bucht von Pattaya wohnten einige Fischerfamilien, die das ruhige Wasser und die durch Landzungen und Hügelketten geschützte Lage schätzten. Kein Hotel, keine Straße von Bedeutung, kein Name, den jemand außerhalb der Provinz gekannt hätte.

Die 1960er Jahre — Sattahip, U-Tapao und das eine Hotel

Die eigentliche Geschichte des Ortes beginnt in den frühen 1960er Jahren. In Sattahip lag während des Vietnamkriegs eine Basis der US-Marine, der Flughafen U-Tapao wurde als Militärflugplatz ausgebaut, und die Soldaten fuhren zur Erholung an die nahen Strände.

Pattaya wurde zur Rest-and-Recreation-Zone — mit einem einzigen Hotel internationalen Standards. Ab 1975 blieben die Soldaten fern. Was folgte, war kein Zusammenbruch, sondern ein rascher Aufstieg zum touristischen Zentrum: Die Gäste kamen nun aus Europa.

1978 — eine Stadt mit eigenem Verwaltungsstatut

1978 wurde Pattaya zur Stadt mit eigenem Verwaltungsstatut erklärt. Dieser Sonderverwaltungsstatus ist eine Besonderheit: In ganz Thailand hat außer Bangkok nur Pattaya ihn. 2023 wurde das 45. Stadtjubiläum gefeiert.

Wie viele Menschen hier leben

Die gemeldeten Zahlen und die gelebte Wirklichkeit gehen in Pattaya weit auseinander. Mit Hauptwohnsitz gemeldet waren 98.992 Einwohner im Jahr 2006 und 104.318 im Jahr 2007. Die Stadtverwaltung schätzte die Zahl derer, die hier leben, ohne gemeldet zu sein, damals auf das Vier- bis Fünffache.

Diese Zahlen sind gut zwanzig Jahre alt und beschreiben den Stand ihrer Erhebung, nicht den von heute. Sie zeigen aber, was den Ort ausmacht: Pattaya ist eine Stadt der Zugezogenen und der Durchreisenden — und genau darin sind wir ihr ähnlich.

Die Schlaraffen kamen ein Jahr vor der Stadt

Am 25. und 26. Brachmond 1977 — Brachmond ist der schlaraffische Juni — unternahm das Reych Castrum Siamesiae seinen ersten Ausritt an den Badestrand von Pattaya. Das war ein Jahr, bevor aus dem Ort eine Stadt wurde.

Aus dem Ausflug ist eine Einrichtung geworden: Heute liegt der Schwerpunkt unseres Reychslebens hier, in der Sawasdeeburg im Restaurant Vespresso an der Padtanakan Road in Nongprue, Bang Lamung, Chon Buri. Wie ein Abend bei uns abläuft, steht auf der Seite über unsere Runde vor Ort, und die ganze Reychsgeschichte auf der Geschichtsseite.

Die Angaben zur Ortsgeschichte sind profane Geschichte und folgen öffentlich zugänglichen Darstellungen zu Pattaya; die Einwohnerzahlen sind der dortige Stand von 2006 und 2007 und heute überholt. Das Datum des ersten schlaraffischen Ausritts ist im Kalender des Reychsarchivs belegt. In welchem Jahr das Reych seinen Sippungsort von Bangkok endgültig an die Ostküste verlegte, ist in den uns vorliegenden Unterlagen nicht festgehalten — die Jubiläen von 1984, 1994 und 1999 wurden noch in Bangkok gefeiert. Wer das Jahr kennt, möge es uns bitte mitteilen.

Zusatzinformationen

Unsere Burgordnung Kleines Schlaraffen-Wörterbuch Deutsche in Siam Pattaya — die Geschichte des Ortes

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